Jugendring Dortmund
Verwaltungsausschuss e.V.


Projekt Zukunft braucht Erinnerung

Für die Kinder von Westerbork

Unter Federführung des Jugendring Dortmund gelingt es, Erinnerungsarbeit mit jungen Menschen nachhaltig weiterzuentwickeln. Dafür steht insbesondere die Kooperation mit dem Zug der Erinnerung.

Bereits im Jahr 2008 ist es gelungen, den Aufenthalt mit einem Netzwerk aus 30 Organisationen zu begleiten. Im Jahr 2013 ist es dem Jugendring Dortmund und den Botschafter_innen der Erinnerung (www.facebook.com/BotschafterInnenDerErinnerung) gelungen, dieses Netzwerk auszubauen. Unter dem Titel "Für die Kinder von Westerbork" besuchten über 70 Gruppen Jugendlicher und Erwachsener, sowie 3.000 Einzelpersonen die Ausstellung in den zwei Eisenbahnwaggons auf Gleis 26 des Dortmunder Hauptbahnhofes. Begleitet wurden sie von jugendlichen Botschafter_innen der Erinnerung.  

Im Mai und Juni 1943 verließen hunderte „Reichsbahn“-Waggons das SS-„Durchgangslager“ Westerbork in den besetzten Niederlanden. Die Deportationen galten der jüdischen Bevölkerung Hollands und den aus Deutschland geflüchteten Emigranten. Ziel war ein Ort namens Sobibór. Nach der Ankunft wurden sie direkt ermordet. Tausende Kinder und Jugendliche waren unter den Opfern. Über 20 Dortmunder Kinder und Jugendliche sind bisher namentlich bekannt.  

Die Auseinandersetzung mit dem Schicksal der in die Niederlande geflüchteten jüdischen Familien ist auch nach Abfahrt des Zuges der Erinnerung Thema der Dortmunder Erinnerungsarbeit. Gemeinsam mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk begleitet der Jugendring Dortmunder Jugendliche bei der Suche nach den Spuren der "Kinder von Westerbork". Weit über 100 Jugendliche besuchten bereits die Niederlande und trafen mit Überlebenden zusammen. Weitere Gruppen werden folgen. Sie sichern die letzten Spuren der über 20 Dortmunder Kinder und Jugendlichen, deren Weg über das Durchgangslager Westerbork in die Vernichtungslager führte.  

Einen Überblick über die bisherigen Aktivitäten bietet der Pressespiegel.