Jugendring Dortmund
Verwaltungsausschuss e.V.


Arbeitskreis Mitarbeitendenförderung

Am 14. März 2005 beschloss die Vollversammlung des Jugendring Dortmund den Vorstand damit zu beauftragen, den Arbeitskreis MitarbeiterInnenFörderung (jetzt: Mitarbeitendenförderung) einzusetzen, dessen Kernaufgabe darin bestand, „sich einen Überblick über die einzelnen Ausbildungskonzeptionen und Ausbildungen in den Verbänden zu verschaffen und den Jugendverbänden eine Übersicht über die in Dortmunder Jugendverbänden stattfindenden Ausbildungen zur Verfügung zu stellen“ (Antrag zur VV). 

In regelmäßigen Tagungen, die an Orten durchgeführt wurden, an denen zugleich Ausbildungen für freiwillig Tätige angeboten werden, hat sich der Arbeitskreis einen Überblick über die Ausbildungssituation verschafft. In einer Bestandsaufnahme des Angebots an Qualifizierung, das in Dortmund durch die Jugendverbände in der Grund- und Fortbildung für freiwillig Tätige durchgeführt wird, sind die entsprechenden Ergebnisse zusammengefasst.
 

Im Rahmen der ersten Sitzung des Arbeitskreises wurde deutlich, dass weitere Aspekte und Fragestellungen zum Thema „Förderung von freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Dortmund“ im Zentrum des Interesses stehen. So beschäftigte man sich mit der Bedeutung und Aufrechterhaltung von Standards zur Aus- und Fortbildung in Dortmund. Thematisiert wurde der Ausbildungsstand derjenigen, die die Ausbildungen durchführen und die Frage, ob auch in diesem Bereich Standards eingeführt werden sollten, die zur Entwicklung und Absicherung des Qualitätsniveaus beitragen. Ebenso galt es zu klären, wer neben den freiwillig Tätigen einen Nutzen aus der Ausbildung zieht, die diese im Rahmen ihrer Tätigkeit bei den Jugendverbänden erhalten. Möglichkeiten für eine angemessene Würdigung von freiwilligem Engagement und der Umgang mit bisher ungedeckten Bedarfen in der Aus- und Fortbildung wurden ebenso  thematisiert.
 

Die genannten Themen beinhalten ihrerseits Aspekte, die eine kontinuierliche Bearbeitung erfordern, wenn sie zur Praxis und Entwicklung der Jugendverbandsarbeit positiv beitragen sollen. Beispielhaft sei hier die akzentuierte öffentliche Darstellung des hohen Qualitätsniveaus genannt, auf dem sich in Dortmund die Aus- und Fortbildung in den Jugendverbänden bewegt. Mit der Festlegung einer 80-stündigen Ausbildung liegen die Voraussetzungen zum Erhalt einer JuLeiCa in Dortmund um 50% höher, als es der Runderlass des Landes NRW zur JuLeiCa verlangt. Die Tatsache, dass alle in der Bestandsaufnahme dargestellten ausbildenden Verbände mindestens 90 Stunden für ihre Ausbildung investieren, zeigt, dass sie die hohen Ansprüche an die Ausbildung angenommen und umgesetzt haben. Deshalb ist es wichtig, an diesen Standards festzuhalten und sie gemeinsam weiter zu entwickeln. Zur öffentlichen Darstellung der Qualität gilt es darüber hinaus, Konzepte zu entwickeln, die die Bedeutung der Arbeit von freiwillig Tätigen verdeutlichen. Zugleich stellt sich die Aufgabe, für die Öffentlichkeit transparent zu machen, was freiwillige Tätigkeit bedeutet und welcher gesamtgesellschaftliche Wert ihr zukommt. Damit ist verbunden, dass Formen zur Steigerung der Anerkennung des Engagements entwickelt werden sollten.
 

Alle dargestellten Gesichtspunkte wurden unter Berücksichtigung vieler verschiedener Positionen behandelt. Die Ergebnisse sind den Verbänden in Form einer Mappe mit der Bitte zugegangen, sie inklusive der weiterführenden Fragen in ihren Verbänden zu diskutieren und ihre Meinungen dazu einzubringen. Die bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass die genannten Thematiken auch in der verbandlichen Binnendiskussion als wichtig erachtet werden. Das verweist darauf, dass diese Themen kontinuierlich weiter bearbeitet werden sollten.
 

Sowohl die Arbeit innerhalb des Arbeitskreises als auch die Ergebnisse und Rückmeldungen aus den Jugendverbänden zeigen, dass die Zusammenarbeit der Jugendverbände zum thematischen Schwerpunkt der Mitarbeitendenförderung in Dortmund konstruktiv und effektiv funktioniert. Dies ist die beste Voraussetzung, um das Qualitätsniveau der Aus- und Fortbildung auch unter sich stetig ändernden Bedingungen aufrecht erhalten und weiter entwickeln zu können.
 

Der AK hat sich als ein fachkompetentes Gremium erwiesen, in dem gemeinsam und kooperativ   Materien der Mitarbeitendenförderung differenziert, vielschichtig und umfassend diskutiert werden konnten. Hier setzt der Vorschlag von Vorstand und Geschäftsführendem Ausschuss an, die nachfolgend benannten Themen- und Aufgabenfelder als Handlungsprogramm des Arbeitskreises Mitarbeitendenförderung zu bestätigen
 


  • Die bestehenden Standards, die der Beantragung der JuLeiCa und der personenbezogenen jährlichen Beihilfe zu Grunde liegen, unter Berücksichtigung neuer Anforderungen der Kinder- und Jugendarbeit fachlich klären. Insbesondere die Frage der Herabsetzung des Mindestalters zur Teilnahme an der Grundausbildung von 16 auf 14 Jahren soll unter Einbeziehung der fachlichen Sicht des Wandels der Jugendphase beantwortet werden.
  • Themen wie beispielsweise Mitbestimmung/Demokratie und Lernen lernen, Recht und Jugendschutz, Finanzierung/Förderung der Arbeit und Persönlichkeitsbildung den bewährten Themenbereichen der Grundausbildung hinzufügen und die erforderliche didaktisch-methodische Umsetzung leisten.
  • Fortbildung der Mitarbeitenden ausbauen durch:
  • Erstellung eines Themenkatalogs und Entwicklung und Umsetzung entsprechender Angebote
  • Öffnung der verbandlichen Fortbildung für Mitarbeitende anderer Verbände, die dem  Jugendring Dortmund angehören
  • Prüfung der Erweiterung der Mindeststundenzahl für Fortbildung
  • Konzentration auf pädagogische Inhalte in den Fortbildungen
  • Angebot einer modularisierten überverbandlichen Grundausbildung für:
  • Freiwillig Mitarbeitende in Jugendverbänden, die keine eigene Ausbildung anbieten
  • Mitarbeitende in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
  • Interessierte Menschen, die keinem Verband angehören und eine Ausbildung absolvieren möchten
  • Interessierte Mitglieder aus Jugendverbänden, die die Angebote des eigenen Verbandes nicht wahrnehmen können
  • Angebot einer Ausbildung für Interessierte im Bereich der OGS/Offene Ganztagsschule
  • Die thematischen Aspekte der Ausbildung der Ausbildenden beschreiben und Themen mit lokaler Anbindung für eine gemeinsame Fortbildung entwickeln
  • In Absprache mit den Jugendverbänden zu einer angemessenen Form der Zertifizierung kommen
  • Konzept und Praxis der Aus- und Fortbildung für freiwillig Mitarbeitende in der Jugend(verbands)arbeit nach innen und außen wirkungsvoll präsentieren, unter anderem über die Erstellung eines Flyers und die Einrichtung einer Internetplattform.