Dortmund muss investieren – Geld und Arbeit, Zeit und Mühe in reichem Maße für Kinder und Jugendliche verwenden!
Schnürt das Sparschwein dem einst so stolzen Stadtadler den Hals zu?
Vielleicht, ein wenig oder auch mehr … Kann dabei für die Jugendarbeit in Dortmund noch „das Gelbe vom Ei“ herauskommen? JA meinen wir!
Wer kein Geld hat, kann keins ausgeben, lautet eine alte Binsenweisheit. Wer aber Geld hat, muss sich entscheiden, wofür er es ausgibt. Eine Stadt, die in interessante Leuchtturmprojekte wie Phönixsee und Dortmunder U viel investiert, ist klug beraten, die sozialen Belange nicht hinten anzustellen.
Gute Angebote und Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sind die wichtigste und nachhaltigste Investition in das Gemeinwesen Dortmund. Denn Kinder und Jugendliche haben einen Anspruch darauf, zu emanzipierten und eigenständigen, intelligenten und liebevollen, sozialen und politisch interessierten Persönlichkeiten heranzuwachsen. Dazu werden gute Kindertagesstätten und Schulen aber eben auch eine attraktive verbandliche wie offene Kinder- und
Jugendarbeit benötigt.
Und der Nachweis, dass Jugendverbände in Dortmund für viele Kinder, Jugendliche und freiwillig Mitarbeitende „ein geradezu unglaubliches Experimentierfeld für eigene Gehversuche“ bieten, ist spätestens mit der Vollversammlung am 23. November 2009 erbracht! In der Untersuchung, welchen Nutzen junge Menschen aus ihrer Teilnahme an den Gruppen- und Projektangeboten der Jugendverbände ziehen, kommen Marco Szlapka und Marie Schwinning vom Institut für Sozialplanung und Organisationsentwicklung - INSO – e.V. zu folgendem Ergebnis:
Im Mittelpunkt der verbandlichen Jugendarbeit steht
… die Vermittlung von sozialen Kompetenzen bezogen auf den Umgang mit anderen
Menschen
(Gemeinschaftsfähigkeit).
… die Vermittlung von organisatorischen Fähigkeiten von der Idee bis zur Umsetzung
(Handlungskompetenz).
… der Erwerb von persönlichen Schlüsselkompetenzen entsprechend der individuellen
Anforderung
(Persönlichkeitsentwicklung).
… die Entwicklung und Förderung von Identität und Werten
(Kulturelle Identität).
Die Jugendverbände in Dortmund investieren viel Zeit und Engagement, Mühe und Liebe in bewährte Angebote und neue Impulse. Politik und Verwaltung der Stadt Dortmund stehen in der Pflicht, die für diese Tätigkeit erforderliche Förderung sicherzustellen.
Wir danken allen, mit denen wir in diesem Jahr gute Jugendarbeit für Dortmund gestaltet und weiterentwickelt haben.
Wir wünschen Euch am Ende des Jahres einen Augenblick des Innehaltens, bei dem Ihr Euch an die gelungenen Momente der Arbeit erinnert. Daraus möge sich Kraft ergeben für alles, was 2010 vor Euch und uns liegt.
Einen besinnlichen Jahresübergang und ein frohes, gesundes neues Jahr wünschen
Dirk Loose Josef Niehaus
Vorsitzender Geschäftsführer