Jugendring Dortmund
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Vortrag und Gespräch: Eva Weyl (Jg. 1935)

Montag 27.11. , 18:00 Uhr
Jüdische Kultusgemeinde Dortmund, Prinz-Friedrich-Karl Str. 9, 44135 Dortmund


Familie Weyl besaß und betrieb in Kleve und in Erkelenz Textilkaufhäuser mit langer Tradition. Bereits kurz nach der Machtergreifung verließen sie das niederrheinische Kleve und flohen in die Niederlande. In Arnheim, dem Geburtsort von Eva, bauten sie sich eine neue Existenz auf. 1942 musste sich die Familie mit der damals sechsjährigen Eva in Westerbork melden. Eva erlebte dort eine scheinbare Normalität. Sie ging in Westerbork zur Schule und spielte mit den anderen Kindern. Es gab im Lager Westerbork ein Krankenhaus, Fabriken, ein Theater, Sportveranstaltungen und vieles mehr. Dies alles war so Eva Weyl „schöner Schein“. Bei den Lagerinsassen sollte der Eindruck von Normalität geweckt werden, um von der Deportationsmaschinerie abzulenken. Fast wöchentlich verließ ein Zug Westerbork und erreichte drei Tage später die Vernichtungslager im Osten. Von 105.000 Deportierten überlebten nur knapp 5.000. Nur mit viel Glück konnte die Familie Weyl der Deportation entgehen. Der Zug, mit dem sie nach Auschwitz deportiert werden sollten, fiel durch kanadisches Bombardement aus.

Eine Kooperationsveranstaltung der Jüdischen Kultusgemeinde Dortmund und des Jugendring Dortmund




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